Durch Patricia R. Möller
Am Freitag waren Ena und ich bei Gillian und Shane im Haus.
Gillian hat mich umarmt, Shane schaut keinem in die Augen.
Mir hat es gut getan, die kleine auf dem Arm zu halten und sie einfach nur zu knuddelt. Jude wirkte recht normal und erzählte mir später, dass etwas schreckliches passiert ist und das Arran jetzt im Himmel ist.
Am Nachmittag wurde mir dann gesagt, dass die Eltern sich entschieden hätten, dass ich nicht an der Beerdigung teilnehmen darf. Zuerst war ich total geschickt und verletzt. Inzwischen bin ich einerseits traurig darüber, da ich mich nicht richtig verabschieden kann, andererseits bin ich froh, da es bestimmt sehr hart geworden wäre. Die Beerdigung wird im kleinen Kreis stattfinden, nur die Geschwister der Eltern (Shanes Schwester ist gestern aus Australien angereist) und die Freunde, mit denen sie, also eigentlich Gillian aufgewachsen ist. Natürlich bin ich enttäuscht darüber, aber ich kann es auch verstehen.
Die Beerdigung findet jetzt im Moment statt. Die Eltern haben sich entschlossen, den Körper verbrennen zu lassen; Ich habe Gillians Schwester sagen hören, dass Gillian keine normale Beerdigung haben möchte, da sie weiß, dass Arran die Kälte nicht gemocht hat und sie ihn nicht in den kalten Boden legen möchte.
Am Freitagabend waren Ena, Hanna und ich im Blackbird, haben Tee getrunken und die ganze Zeit über Arran gesprochen. Gestern sind wir drei zuerst zum Strand gefahren und haben einen Spaziergang gemacht, bei dem ich eine sehr seltene und sehr schöne Muschel gefunden habe. Danach waren wir bei den Klippen und sind daran entlang gelaufen. Es war einfach atemberaubend schön!Man konnte das Meer bis zum Horizont sehen, das Rauschen des Meeres hören und die warme Sonne genießen! Ich habe kaum gesprochen... einerseits bin ich zu müde zum Sprechen und dann ist mein Kopf auch so leer, dass ich gar nicht weiß, was ich sprechen sollte. Ena und ich haben auch nicht wirklich das Bedürfnis, über Arran und die Situation zu reden, da wir es beide gerade auf Abstand halten. Am Abend waren wir wieder im Blackbird, haben Tee getrunken und später in einem Nebenraum LifeMusic gehört.
Nachher wird hier im Haus die Trauerfeier stattfinden. Keine Ahnung, was auf uns zukommt.
Auch weiß keiner so genau, wie es weiter gehen soll.
Das wird wohl alles noch so seine Zeit brauchen.
Danke für alle Nachrichten und dafür, dass ich mich von euch in den Arm genommen fühle!